Leitbild

Unser pädagogisches Leitbild

Individuelles eigenverantwortliches Lernen

Wir schaffen die Grundlage für lebenslanges Lernen, indem wir alle Kinder gemeinsam unter Berücksichtigung all ihrer individuellen Voraussetzungen unterrichten.

Im jahrgangsgemischten Unterricht lehren und fördern wir in freien Arbeitsformen, in Plan- und Werkstattarbeit sowie im Projektunterricht. Ziel ist es, die Kinder zu selbstmotiviertem und eigenständigem Lernen zu erziehen und zu befähigen. Hierbei wird der Lernstoff differenziert angeboten, so dass jedes Kind auf seinem aktuellen Lernniveau weiterlernen kann, was Über- und Unterforderung vermeidet.

Die Kinder erhalten regelmäßig individuell angepasste Möglichkeiten, ihre Lernergebnisse vor der Klasse oder der ganzen Schule zu präsentieren. Sie erstellen Lernplakate, halten Vorträge oder präsentieren Lieder, Kunstwerke, eigene Texte, Tänze oder Entdeckungen aus dem Sachunterricht im wöchentlich stattfindenden Wochentreff. So erleben sie Wertschätzung und können stolz sein auf das, was sie im Unterricht erarbeiten. Außerdem lernen die SuS, selbstbewusst vor einer großen Gruppe von Menschen zu sprechen.

Neben der Differenzierung der Materialien im Unterricht findet in jeder Klasse bedarfsgerechte Förderung (bzw. Forderung) aller Kinder statt, speziell aber der Kinder mit Förderbedarfen. Hierbei werden die Klassenlehrerinnen von der Förderlehrerin unterstützt. Auch bei diagnostizierter Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) oder Rechenschwäche (Dyskalkulie) werden Fördermöglichkeiten in unterschiedlicher Form je nach Bedarf verwendet.

Altersgemischte Klassen

Wir lernen und arbeiten in altersgemischten Gruppen zur Entwicklung einer offenen und sozialen Persönlichkeit.

Zu Beginn kommen die Erstklässler in eine bestehende Gruppe, die es gewohnt ist, dass neue Kinder die Gruppe bereichern. Für die Erstklässler bedeutet das ein hohes Maß an Sicherheit und Stabilität. Im Laufe der Schulzeit entwickeln sich „die Kleinen“ zu  „den Großen, Erfahrenen“. Das gibt den Kindern Selbstbewusstsein und lehrt sie, Rücksicht zu nehmen. Das soziale Lernen ist wesentlicher Bestandteil dieser Form des Unterrichtens.

Die Vermittlung des Lernstoffes in der jahrgangsgemischten Klasse sorgt dafür, dass die jüngeren Kinder neugierig werden auf das, was sie noch lernen werden und sie erhalten zusätzlich Einblicke in den Lernstoff höherer Jahrgangsstufen. Für die älteren SuS werden die wesentlichen Lerninhalte regelmäßig wiederholt, so dass die Kompetenzen gefestigt werden. Bei Bedarf können Kinder mit Material des höheren oder niedrigeren Jahrgangs gefördert werden.

Erziehen und begleiten

Wir erziehen und begleiten alle Kinder gemeinsam mit den Eltern auf ihrem Weg zu einem respektvollen und verantwortungsbewussten Leben.

Die Kinder sollen befähigt werden, sich in unserer Gesellschaft zurecht zu finden und glückliche Mitglieder der Gesellschaft zu werden.

Schwerpunkte der Erziehung an unserer Schule:

  • Soziales Lernen:
    • Altersmischung
    • Regeln und Rituale
    • Wochentreff
    • Partizipation / Klassenrat / Schülerrat
    • Gemeinschaft leben
    • Paten
    • Vielfalt schätzen
    • Jedes Kind im Blick
    • Kleine Schulstandorte
  • Erziehungskonzept
    • Jahrgangsübergreifende Lerngruppen
    • Regeln und Rituale
    • Giraffe und Wolf (Gewaltprävention)
    • Elternberatung bei Erziehungsproblemen / Lernproblemen
    • Gesundheitserziehung
    • Bewegung
    • Ernährung
    • Entspannung
    • Energieübungen

Vernetzung von Eltern und Schule:

Wir verstehen uns als eine Schule, die ihren Erziehungsauftrag sehr ernst nimmt. Da die Erziehung der Eltern vorrangig zu betrachten ist, ist eine enge Zusammenarbeit mit der Elternschaft ein wichtiger Faktor gelingender Erziehungsarbeit. Folgende Mitwirkungsmöglichkeiten sind an unserer Schule etabliert:

  • Schulpflegschaft
  • Schulkonferenz
  • Klassenpflegschaft
  • Elternsprechtage
  • Sprechstunden der Lehrer und Lehrerinnen
  • Förderkonferenzen
  • Eltern bieten Arbeitsgemeinschaften an
  • Beteiligung am Lernprozess durch Leseeltern
  • Mitarbeit in der Schulbücherei
  • Förderverein
  • Mitwirken bei Festen, Feiern, Projekten, dem Vorlesetag, etc.
  • Beteiligung bei der Gestaltung des Schulgebäudes und –geländes
  • Wochentreff

Schulleben

Wir leben eine lebendige und vielfältige Gemeinschaft mit Raum zum Lachen und Wohlfühlen.

Unser Schulverbund befindet sich mitten in der Eifel. Über 150 Kinder gehören zu unseren Schülerinnen und Schülern, die an den beiden Standorten in den Gemeinden Mutscheid und Houverath unterrichtet werden. An unserer Schule, die derzeit 7 Schulklassen umfasst, prägen freundliches Miteinander, gegenseitiger Respekt und Toleranz unseren Schulalltag. Regeln und Rituale strukturieren unseren Alltag, die von allen Kindern und KollegInnen gelebt werden. Demokratische Mitwirkungsgremien, wie Klassenrat oder Schülerrat, ermöglichen den Kindern Partizipation in vielen Bereichen.
Unser Kollegium besteht aus 12 Kollegen und Kolleginnen, die mit großem Einfühlungsvermögen und viel Engagement den unterschiedlichen Bedürfnissen der uns anvertrauten Kinder gerecht werden. Es liegt uns am Herzen, die Kinder nicht nur das Lernen von Unterrichtsinhalten zu lehren, sondern sie auch in ihrer Selbstständigkeit zu fördern und sie zu bestärken soziale Kontakte und Freundschaften zu schließen. Deshalb finden, neben dem Unterricht, regelmäßig Feiern, Ausflüge, Klassenfahrten und Schulfahrten statt.
Wir sind eine offene Ganztagsschule mit einem Betreuungsangebot bis 16 Uhr. Im Nachmittagsbereich umfasst unser Team mittlerweile 7 engagierte Betreuerinnen. Momentan werden hier nachmittags ca. 50 Kinder betreut. Neben Mittagessen und einer qualifizierten Hausaufgabenbetreuung (ergänzt durch Lehrerinnen der Schule) wird hier ein abwechslungsreiches Freizeitangebot (auch in Zusammenarbeit mit Vereinen) geboten.

Teamarbeit

Wir arbeiten vertrauensvoll und konstruktiv an unseren gemeinsamen Zielen.

Jede Klassenlehrerin betreut, neben ihrer Klasse, eine Jahrgangsstufe an dem Standort, an dem sie hauptsächlich eingesetzt ist.
In wöchentlichen Teamsitzungen werden die Lerninhalte aller Klassen für die kommenden Wochen besprochen. Auf Basis dieser Absprachen erstellt jede Jahrgangsstufenbetreuerin die differenzierten Wochen- oder Arbeitspläne für alle Kinder ihrer  Jahrgangsstufe. Diese können in einzelnen Fällen bei Bedarf von den Klassenlehrerinnen weiter modifiziert werden.
Zweiwöchentlich treffen sich die Jahrgangsstufenlehrerinnen in Jahrgangsstufenteams mit der  Betreuerin des zweiten Standortes und tauschen sich über den Lernfortschritt und die geplanten Lerninhalte aus.
Außerdem finden alle zwei Wochen Konferenzen statt, bei denen sich das gesamte Kollegium bespricht und berät.

Die sachunterrichtlichen Themen, die sich in vielen anderen Fächern, vor allem in Deutsch, aber auch im Kunst- und Musikunterricht wiederfinden, werden in den Standortteams vor jedem neuen Schuljahr diskutiert und festgelegt. Während des laufenden Schuljahres werden die Themen in den Standortteams noch einmal besprochen und gemeinsam vorbereitet.

Auch die Förderung einzelner Kinder wird im Team besprochen. Da, aufgrund der Größe unserer Schule, alle Lehrerinnen und Lehrer alle Kinder kennen, beraten wir uns gegenseitig bei pädagogischen Problemen und Lernschwierigkeiten, so dass den Kindern in allen schwierigen Phasen ihres Lernweges das pädagogische Knowhow des gesamten Kollegiums zuteilwird.

Kooperation

Wir kooperieren mit unseren außerschulischen Partnern verlässlich und zielgerichtet.

Hierzu vernetzen wir uns mit allen die Schule oder die Kinder betreffenden außerschulischen Kooperationspartnern, wie dem SPZ, dem Jugendamt, der Schulberatungsstelle, Ärzten, Psychologen, Therapeuten, der Asylbegleitung, Kitas, Sportvereinen, etc.

Regelmäßig kooperieren wir mit Sportverbänden, wie Fußballverband Mittelrhein oder dem Westdeutschen Basketball Verband, bzw. ortsansässigen Sportvereinen, so dass wir jedes Jahr verschiedene Sport-Arbeitsgemeinschaften anbieten können.
Weitere Arbeitsgemeinschaften werden von Eltern übernommen.

Um den Kindern praktische und lebensnahe Erfahrungen zu ermöglichen, kooperieren wir außerdem mit der Feuerwehr und der Polizei, die uns bei unserer Präventionsarbeit hinsichtlich sexuellem Missbrauch und Cyber-Kriminalität berät und unterstützt. Außerdem hilft die Polizei jedes Jahr beim Fahrradtraining der Viertklässler mit und nimmt die Fahrradprüfungen ab.

Ein weiterer Kooperationspartner, der uns bei unserer Präventionsarbeit gegen sexuellen Missbrauch unterstützt, ist die Theaterpädagogische Werkstatt, die jedes Jahr pädagogische Theaterstücke zu diesem Thema aufführt.

Ortsansässige Banken unterstützen einige unserer Projekte, wie zum Beispiel die Finanzierung der Projektwochen, der Errichtung unseres Bolzplatzes, etc.

Im Rahmen unseres pädagogischen Schwerpunktes „Forschen und Entdecken“ bieten wir den Kindern eine Arbeitsgemeinschaft „Jugend forscht“ an, deren Ziel die Teilnahme an Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb im Bereich Naturwissenschaften ist. Im Rahmen dieses Wettbewerbs kooperieren wir mit der Stiftung
Jugend forscht e. V. und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Außerdem wird die Arbeitsgemeinschaft seit Jahren von einer Physikerin, die an einem ortsansässigen Gymnasium unterrichtet, mitbetreut.

Als katholische Grundschule arbeiten wir mit der Pfarrgemeinde Bad Münstereifel zusammen, die sich an der religiösen Erziehung und der Christlichen Bildung unserer SuS beteiligt.

Mit weiterführende Schulen und Kindertagesstätten treffen wir in Regionalkonferenzen zusammen um gemeinsame Absprachen zu treffen und die Übergänge vom Kindergarten zur Grundschule und von der Grundschule zur weiterführenden Schule so problemlos wie möglich für die Kinder zu gestalten.

Öffentlichkeitsarbeit (Außendarstellung)

Um allen Interessierten größtmögliche Transparenz zu gewährleisten, präsentieren wir uns und unsere Arbeit regelmäßig in der Öffentlichkeit, z. B. beim Tag der offenen Tür, bei Informationsveranstaltungen und auf unserer Homepage.

Zu allen wichtigen Ereignissen innerhalb unseres Schullebens werden Presseartikel an die regionalen Zeitungen weitergegeben oder Presseinformationsveranstaltungen durchgeführt.

Unsere Sponsoren erhalten regelmäßig Berichte über die Verwendung der von ihnen bereitgestellten finanziellen Fördermittel.

Darüber hinaus haben Eltern jederzeit die Möglichkeit, sich über das, was in der Schule geschieht, zu informieren. Hierzu finden jedes Halbjahr Schulpflegschaftssitzungen statt, werden Elternsprechtage durchgeführt und haben Eltern jederzeit die Möglichkeit, mit den Lehrerinnen und Lehrern Gesprächstermine zu vereinbaren.

Unser wöchentlich stattfindender Wochentreff ist eine gute Möglichkeit zu erfahren, womit die Kinder sich während der Woche beschäftigt haben. Hier präsentiert jede Klasse Unterrichtsergebnisse, singt Lieder, führt Tänze auf, zeigt Theaterstücke, liest Texte vor, sagt Gedichte auf oder präsentiert Lernplakate zu dem, was während der letzten Woche erarbeitet worden ist.

Forschen und Entdecken

Wir sehen, gemäß dem Lehrplan, die Aufgabe des Sachunterrichts an der Grundschule darin, „die Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung von Kompetenzen zu unterstützen, die sie benötigen, um sich in ihrer Lebenswelt zurechtzufinden, sie zu erschließen, sie zu verstehen und sie verantwortungsbewusst mit zu gestalten.“ (Lehrplan Sachunterricht, S. 39)

Ganz gleich an welchen Themenbeispielen die Kinder eigene Erfahrungen erwerben, wichtig ist uns, dass sie viel Zeit für die kindliche Freude am Spielen, Entdecken, Ausprobieren und Beobachten zur Verfügung haben. Wir möchten, dass Kinder sich selbstständig neue Sachverhalte erschließen.

Hierzu haben wir ein „Forscherlabor“ eingerichtet, in dem die Kinder alles vorfinden, um auf ihrem Niveau forschen, experimentieren und entdecken zu können und sachunterrichtliche Themen zu erarbeiten.

Darüber hinaus bieten wir für die Viertklässler jedes Jahr eine Arbeitsgemeinschaft „Jugend forscht“ an, die die Teilnahme am gleichnamigen Nachwuchswettbewerb zum Ziel hat.